Programm

Hier und auf Facebook werden in den Nächsten Tagen einzelne Themen zum Programm behandelt. Wir gehen dabei auf die Probleme ein, die aktuell herrschen und erläutern unsere Lösungsansätze dazu.

Wohnraum

Das Thema Wohnraum stellt für uns ein sehr wichtiges Thema dar. Andere Listen werben damit, das Ansiedeln von jungen Familien zu fördern. Das ist grundsätzlich richtig und wird von uns ebenfalls unterstützt; aber man sollte dabei nicht die jungen Erwachsenen vergessen, die ihr Elternhaus verlassen möchten und noch vor der Gründung  ihrer eigenen Familien stehen. Diesen wurde in den letzten Jahren kaum Beachtung geschenkt. Einige Ansätze bestanden bisher darin, Bauplätze anzubieten oder leerstehende Häuser zu vermitteln. Dies mag zwar vorteilhaft für die meisten jungen Familien sein, aber leider nicht für junge, eventuell noch alleinstehende Erwachsene. Warum? Wer schon einmal auf Wohnungssuche in der Gemeinde Schenklengsfeld war, der weiß, dass sich dies als sehr schwierige Angelegenheit herausstellen kann. Der Punkt ist, dass junge Erwachsene sich nicht gleich nach dem Auszug aus dem Elternhaus ein Eigenheim kaufen wollen bzw. können. Statistiken zeigen außerdem, dass das Heiratsalter stetig ansteigt, während das Verlassen des Elternhauses immer früher vonstatten geht. Genau für diese Lebensphase wird Wohnraum benötigt. Viele junge Menschen zieht es in die Städte, da es dort nicht nur mehr Möglichkeiten, sondern auch mehr Wohnraum für sie gibt. Nur wenige kommen später wieder zurück in die Gemeinde, nachdem sie sich dort ein neues soziales Umfeld aufgebaut haben. Aber gerade diese Altersgruppe ist wichtig für die Zukunft unserer Gemeinde, vor allem in Bezug auf die Arbeit in den Vereinen, denn junge Erwachsene bilden oftmals die Schnittstelle zwischen Jung und Alt und übernehmen meist auch Verantwortung.

Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, dass Wohnraum für alle geschaffen wird. Der Bau von Mehrparteienhäusern sollte unterstützt oder sogar gefördert werden. Dadurch können junge Erwachsene in der Gemeinde gehalten werden und die Wahrscheinlichkeit, ein Eigenheim in der Gemeinde zu bauen oder zu kaufen, steigt. 

Eine weitere Alternative wäre eine Wohnungsbaugesellschaft von der Gemeinde, die beispielsweise im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden betrieben werden könnte. Darüber hinaus muss das öffentliche Angebot von Baugrundstücken in der Gemeinde verbessert werden. Auf der Homepage der Gemeinde befinden sich bisher lediglich zwei Baugrundstücke zum Verkauf. Es sollten Anfragen in den jeweiligen Ortsteilen gemacht und alle Grundstücke, die potenziell zum Verkauf stehen, angeboten werden. Auf diese Art und Weise könnte Wohnraum für die Region geschaffen werden.

Tourismus

Tourismus fand so gut wie keine Beachtung in den letzten Jahren. Deswegen gibt es so gut wie keine Konzepte, wie man den Tourismus in der Gemeinde fördern kann. Ein GV-Beschluss aus dem Jahr 2016, der eine touristische Unterrichtungstafel an der Autobahn vorsieht, ist bis heute nicht umgesetzt worden. Dabei kann der Tourismus bereits mit einfachen Mitteln gefördert werden, ohne die Gemeinde finanziell in die roten Zahlen zu treiben. Beispielsweise könnten Landkarten für die Rad- und Wanderwege erstellt werden. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann ebenfalls seine Touren, die mit Trackingapps aufgezeichnet worden sind, veröffentlichen und freigeben. Dadurch können weniger Ortskundige diese schönen Touren ebenfalls erkunden. Das Radwegenetz muss ebenfalls weiter ausgebaut werden, da die Zahl der Zweiradfahrer in den letzten Jahren stetig steigt. 

Ob Ladesäulen für E-Autos den entsprechenden Erfolg bringen, sei dahingestellt. Der Kosten-Nutzen-Faktor sollte trotz Förderungen nicht außer acht gelassen werden. Ladestationen für E-Bikes hingegen müssen an sinnvollen Plätzen errichtet werden. Vor der Sparkasse befindet sich bereits eine Ladestation, aber was macht man in der Zwischenzeit? Man könnte die Ein- und Auszahlfunktion am Geldautomaten testen ;). Darüber hinaus haben die meisten Personen gerne ihr Fahrrad im Blick, wenn es abgestellt wird. Hier sollte man Lösungen mit den örtlichen Gaststätten Betreibern erarbeiten.

Bürgermeister/Rathaus

“Ist in Bearbeitung”; “Wird gerade geprüft”; “Sind wir noch nicht dazu gekommen”. Diese Floskeln hört man des Öfteren, wenn man nach dem Bearbeitungsstand eines Themas fragt. Sogar von Arbeit bis zur Erschöpfung hat der Bürgermeister bereits besprochen. Wir fragen uns, wie es dazu kommen kann!? Werden zu viele Anträge gestellt? Hat der Bürgermeister seine Verwaltung nicht im Griff? Liegt es an veralteten Strukturen und Prozessen innerhalb der Verwaltung? Ist zu viel aus den letzten Jahren liegen geblieben? Wurde der Haushalt einfach nur an der falschen Stelle gekürzt? 

Fristen können so nicht eingehalten werden und auch viele Ortsbeiräte werfen vor Frust das Handtuch. Das darf kein Dauerzustand werden! Um in der Gemeinde etwas bewegen zu können, sollten die Arbeitsprozesse in der Verwaltung überdacht und gegebenenfalls angepasst werden. Die Bearbeitungsstände zu wichtigen Themen müssen transparent kommuniziert werden. 

Digitalisierung

Das Thema Digitalisierung begegnet uns fast täglich und dennoch hört man in der Gemeinde Schenklengsfeld nicht viel davon. Der einzige digitale Auftritt unserer Gemeinde ist die Homepage, die aber bereits in die Jahre gekommen ist und nicht mehr der heutigen Zeit entspricht. Die angekündigte Facebook-Seite lässt weiterhin auf sich warten und öffentliche Hotspots sucht man vergebens. 

Die Digitalisierung sollte vorangetrieben werden, um nicht von anderen in diesem Bereich überholt zu werden. Die Gemeinden sind verpflichtet, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzbieten. Dieser Schritt sollte mit einer neuen Homepage einhergehen, auf der Anträge und Formulare jederzeit abrufbar sein sollten. Zudem sollte es wie in der Gemeinde Philippsthal einen sogenannten „Ereignismelder“ geben. Dort können BewohnerInnen Schäden, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge direkt auf einer Karte melden und jeder sieht, was bereits für den jeweiligen Ort eingereicht wurde. Auf diese Art und Weise können doppelte Meldungen verhindert und der Arbeitsaufwand innerhalb der Verwaltung reduziert werden. Über die Homepage könnte ebenfalls eine Terminvergabe eingerichtet werden, diese beispielsweise auch die Vermietung der DGHs einbeziehen sollte. So kann jede Bürgerin und jeder Bürger schnell prüfen, ob ein entsprechendes DGH für die nächste Familienfeier noch verfügbar ist. Über HotSpots und Internet in den DGHs sollte ebenfalls nachgedacht werden. Förderungen gibt es hierzu jedes Jahr.

Feuerwehren

Die Feuerwehr rettet Menschenleben – ihre hohe Bedeutsamkeit für unsere Gemeinde ist allein schon deswegen unumstritten. Die freiwilligen Mitglieder benötigen für ihre Einsätze zweifelsohne eine angemessene Ausrüstung. Die neue Schutzkleidung, deren Anschaffung von den Wehrführern im November 2019 beschlossen wurde, hat es bis heute nicht einmal zur Anprobe geschafft. Woran es liegt, dass der Beschaffungsprozess so lang dauert, können wir leider nicht genau sagen. Des Weiteren ist bei dem Thema Schutzausrüstung das Günstigste gerade gut genug. Die Gemeinde Schenklengsfeld ist die einzige, die Einsatzkleidung ohne Reflektionsstreifen besitzt, was zur Folge hat, dass die Einsatzkräfte bei einem Einsatz in der Dunkelheit kaum zu sehen sind. Bessere Schutzausrüstung wird teilweise von den Einsatzkräften privat bezahlt oder durch die Feuerwehrvereine angeschafft. Diese Probleme machen es für die Führungskräfte schwer, die Motivation der Mitglieder aufrecht zu erhalten. Wir setzen uns deshalb für ein höheres Budget und schnellere Entscheidungsprozesse hinsichtlich der Anschaffung von Ausrüstungen ein.

Darüber hinaus werden in den nächsten Jahren umfangreiche Reformen im Bereich der Feuerwehr anstehen.  Das Thema der Zusammenlegung einzelner Einsatzabteilungen spielt dabei eine wichtige Rolle. Diese Vorhaben dürfen aber nicht auf dem Papier entschieden werden und es muss ganz klar auf die Wünsche und Anregungen der einzelnen Feuerwehren eingegangen werden. Planungen zu Neubauten etc. sollten stets eng mit der jeweiligen Wehr abgestimmt werden, damit diejenigen, die damit arbeiten müssen, nicht vernachlässigt werden. Man sollte außerdem nie vergessen, dass die Feuerwehren ein sehr wichtiger Bestandteil des sozialen Gefüges eines Ortes sind.

Grundsätze

Folgende Grundsätze wurden bei der Listengründung aufgestellt:

  • Kein Fraktionszwang bei Abstimmungen
  • Das Gemeindewohl steht über den eigenen Interessen bei Abstimmungen
  • Monatliche PARTEI-Sitzungen zu aktuellen Themen in der Gemeinde